Hassel – Im Wandel

Keine Massentierhaltung in HasselHassel – Im Wandel

Wir haben noch nicht mal ein gelbes, richtiges Ortsschild… Es reicht nur für ein kleines Grünes. Hassel gehört zur Mitgliedsgemeine Hemsbünde. Weiterhin zählen die Ortsteile Spannkamp, Hassel, Hastedt und Worth mit dazu. Zusammen mit dem Kernort Hemsbünde bezeichnet man diese Dörfer häufig als Wasserdörfer. Dieser Begriff leitet sich von den vielfachen Überschwemmungen der Rodau und Wiedau ab.

Hassel ist winzig, ca. 110 Menschen wohnen hier, es gibt einen Wanderpfad durch den Ort, einen sehenswerten Friedhof, der durch die Bürger gepflegt und erhalten wird und viel Natur drum rum. Das Leben in Hassel war bisher etwas sehr Exklusives, Ursprüngliches, Ländliches, Verschlafenes….2003 wurde Hassel ausgezeichnet: im Vorfeld hierfür,  hübschte man das Dorf an, Bürger wurden aufgefordert Zäune, Tore und sogar ganze Hausfassaden farblich anzupassen, die Wege wurden gepflegt …. Kurz gesagt das Dorf warf sich ins Zeug. Nun steht der Stein im Ortskern, von der Natur drum rum ist nicht mehr viel geblieben… Wir leben in einer Wüste aus Mais, angebaut um Biogasanlagen zu füttern. Doch damit nicht genug, Vorhaben, welche mit bäuerlicher Landwirtschaft nichts gemein haben, sondern nur noch als Agrarfabriken tituliert werden können, wollen in Hassel ansässig werden. Vorbereitend bereinigte man die Flure, pflügte und holzte ab, um noch mehr Mais anbauen zu können.

Wenn alle Bauvorhaben durchgeführt sind, werden in unserem kleinen Ort

  • über 700 Rinder

  • ca. 2000 Schweine

  • 39.990 Masthähnchen (vorerst)

  • 1 Biogasanlage

  • Angekündigte 4307 m3 Gülle durch die Rindermast

  • Bisher nicht bezifferte Mengen an Gülle durch Schwein-und Hähnchenmast.

Vom Schönsten Dorf zur Güllegrube in 10 Jahren – tolle Leistung. Gratulation an Alle Beteiligten.

Dies werden wir nicht widerstandslos erdulden.

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